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Schwarzer Tag für ArbeitnehmerInnen: Kurz peitscht 60-Stunden-Woche durch

 

Schwarz-Blau hat ihre arbeitnehmerInnen- und familienfeindliche 60-Stunden-Woche im Parlament endgültig durchgepeitscht. Aber wir werden bei diesem Anschlag auf die österreichischen Beschäftigten sicher nicht klein beigeben. Wir werden weiterkämpfen!

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Mit der Arbeitszeitverlängerung haben die Unternehmen und Konzerne dem Kanzler die Rechnung für ihre Wahlkampfspenden vorgelegt, dafür blechen müssen jetzt über drei Millionen Beschäftigte und ihrer Familien – und das schon ab 1. September 2018. Denn statt wie angekündigt das Gesetz Anfang 2019 in Kraft treten zu lassen, drücken Kurz und Strache den Beschäftigten die 60-Stunden-Woche samt Lohn-, Gesundheits- und Freizeitraub überfallsartig schon viel früher auf. Auch der SPÖ-Antrag für eine Volksabstimmung wurde eiskalt abgeschmettert. Der Konzernkanzler will verhindern, dass sich der Gegenwind aus der Gesellschaft zu einem Sturm aufbaut. Aber wer Wind sät, wird Sturm ernten! „Mit dem heutigen Tag ist diese Diskussion nicht vorbei. Wir und die Österreicherinnen und Österreicher werden diese Vorgangsweise so nicht akzeptieren“, sagt SPÖ-Parteivorsitzender Christian Kern.

 

Andreas Schieder: Lohnraub, Freizeitraub und Gesundheitsraub

Die Arbeitszeitverlängerung bedeutet „Lohnraub, Freizeitraub und Gesundheitsraub“, kritisiert SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder. Sie gefährdet den sozialen Frieden und verantwortlich dafür sind Konzernkanzler Kurz und Arbeiterverräter Strache. Das Motiv für diesen Anschlag auf die Rechte der ArbeitnehmerInnen sieht Schieder bei den Wahlkampfspendern von Kurz: „Die ÖVP liefert jetzt das, was KTM-Pierer gefordert hat“, sagte Schieder und zitierte den Konzernchef, der etwa im Februar 2017 den 12-Stunden-Tag gefordert hatte.

Massiv kritisierte Schieder auch die Vorgangsweise der Regierung, die das Gesetz ohne Begutachtung und ohne Ausschuss durchpeitscht.

 

Max Lercher: Schwarz-Blau exekutiert in Speed-Kills-Manier Raubzug gegen ArbeitnehmerInnen

Scharfe Kritik am Beschluss der 60-Stunden-Woche gibt es auch von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher: "Der heutige Tag ist ein Jubeltag für Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer und die Großsponsoren von Sebastian Kurz, aber ein rabenschwarzer Tag für Österreichs Beschäftigte. Konzernkanzler Kurz und Arbeiterverräter Strache haben in Speed-Kills-Manier ihren Raubzug gegen Löhne, Gesundheit und Freizeit der Arbeitnehmer exekutiert", sagt Lercher.

 

Ganz Österreich gemeinsam gegen die 60-Stunden-Woche

Kurz und Strache haben den lautstarken Protest von über 100.000 Menschen bei der ÖGB-Großdemo genauso ignoriert, wie die unüberhörbare Kritik zahlreicher Arbeits- und GesundheitsexpertInnen in den letzten Wochen. Selbst hochrangige ÖVP- und FPÖ-ArbeitnehmerInnenvertreter leisten Widerstand gegen die unsozialen Maßnahmen ihrer Parteien. So nennt der Tiroler Chef der schwarzen ArbeitnehmerInnenvertretung die Regierung „Putschisten“ und „demokratiegefährdend“, ein hochrangiger FPÖ-Vertreter bezeichnet seine eigenen Parteifreunde als „Arbeiterverräter“. Auch die Bischofskonferenz und der Familienverband stellen sich klar gegen die schwarz-blaue Arbeitszeitverlängerung. SPÖ-Chef Christian Kern hat bereits eine überparteiliche, zivilgesellschaftliche Plattform gegen die 60-Stunden-Woche angekündigt, mit einem Volksbegehren wird die Regierung den Unmut der Bevölkerung zu spüren bekommen!

 

Erfolgreiche Online-Petition ist starkes Zeichen

Unsere Online-Petition gegen die 60-Stunden-Woche hat in kürzester Zeit bereits über 29.000 UnterstützerInnen gefunden, ein starkes Zeichen gegen die unsoziale schwarz-blaue Regierung. Falls du noch nicht unterschrieben hast, hier findest du die Petition (https://nein-zur-60-stunden-woche.spoe.at/). Überzeuge deine Familie, FreundInnen und Bekannte, ebenfalls die Online-Petition zu unterschreiben – je mehr wir sind, desto stärker sind wir!

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